ProductDetails

  • 01. Immortal Americans
    02. Killing Time
    03. Happy
    04. Monroe County Nights
    05. My Mother And The Devil
    06. Eye Of An ASP
    07. The Shadow And Marie
    08. Between The Leaves
    09. Goat And Goose
    10. A Shallow Inland Sea

    AUSTIN LUCAS

    Immortal Americans

    Vor über 20 Jahren hat Austin Lucas seiner Heimatstadt Bloomington in Indiana den Rücken gekehrt. Der Songwriter verbrachte in der Stadt im mittleren Westen seine Kindheit, entdeckte dort seine Liebe zum Rock’n‘Roll und die Faszination für den Punk. Mit seinem nunmehr siebten Studioalbum kehrt Austin Lucas zu seinen Wurzeln zurück, sowohl kreativ als auch physisch. Immortal Americans entstand nach einer sehr turbulenten Phase in Lucas Leben. Er hatte dem Alkohol entsagt, seine Freundin in ihrem Kampf gegen den Krebs unterstützt und mit seinem langjährigen Plattenlabel gebrochen. Immortal Americans schaut mit glasklarem Blick auf diese düsteren Zeiten zurück. Die traditionellen, minimalistische Heartland Rock Songs liefern eine gehörige Portion Selbstreflexion und viele Gedanken um den Umbruch in seiner Heimatstadt und in ihm selbst. Das Album wurde von Lucas selbst als auch von Will Johnson produziert, von Steve Albini aufgenommen und gemixt und setzt sich aus einer Reihe von Live-Mitschnitten mit Vollband zusammen. Die Texte zum Album entstanden nach seiner Rückkehr nach Bloomington. Zuvor war er über Jahre als Solo Künstler auf allen großen und kleinen Bühnen der Welt unterwegs, bis er 2013 einen Plattenvertrag bei New West unterschrieb. Die Alben die in den darauffolgenden Jahren veröffentlicht wurden sind quasi der Soundtrack seines bisherigen Lebens, die musikalische Bandbreite reicht von der volkstümlichen Musik aus den Bergen Indianas (sein Vater ist Bluegrass Musiker Bob Lucas) bis hin zu den Punk Platten die ihn in seiner Jugend begleitet hatten. Dementsprechend hat sich Lucas seine Sporen als Folksänger mit Punk Wurzeln verdient, oder ist es anders herum? – schwierig zu sagen, tourte er doch durch ganz Amerika mit Künstlern die sowohl die eine als auch die andere musikalische Seite darstellen. Erst mit Wille Nelson und ein paar Termine später dann mit Chuck Ragan. Die Schatten seiner Laster holten Austin Lucas irgendwann ein. Er trank zu viel und legte immer mehr zu. Seine Ehe ging in die Brüche. Sein vom Cowpunk inspiriertes Album „Stay Reckless“ aus dem Jahr 2013 und das 2016er „Between the Moon and the Midwest“ stehen sinnbildlich für diesen schweren Abschnitt in Lucas Leben, mit einem thematischen Rundumschlag von Depression bis Scheidung. Am Tiefpunkt angekommen, hörte er auf über seine Dämonen zu schreiben und begann sich ihnen zu stellen. Er zog zurück nach Süd-Indiana und wurde wieder ansässig in jener Stadt, die einst seine Heimat war und welche sich im Laufe der Zeit erheblich verändert hatte. Genau dort, in einer Region die bis heute ein großes Problem mit Opiaten, HIV und Arbeits- und Obdachlosigkeit hat, ließ Lucas sich erneut nieder und begann seine Karriere und seinen Körper wieder Stück für Stück aufzubauen. Er wurde trocken und verlor dabei über 50 Kilo. Als er nun, nach so langer Zeit, wieder durch die Straßen Bloomingtons zog, fand er zu seinem alten Kampfgeist zurück. Der Titeltrack des Albums „Immortal Americans“ entstammt dieser Zeit der Selbstfindung. „Meine Freunde und ich mussten für unsere Ideale einstehen“, so seine Erinnerung an die Zeit im mittleren Westen. Der Titelsong handelt von diesem immerwährenden Kampf und ist denen gewidmet, die sich an den Rand gedrängt fühlen, die Zurückgelassenen, mit geringer Lebensqualität und -erwartung. Für die, die abseits des Mainstreams leben, von der Gesellschaft im Stich gelassen und Tag für Tag für ihre Identität und Existenz kämpfen müssen,denn genau diese Menschen sind die wahren Unsterblichen – Immortal Americans. Während der gesamten Krankheit seiner Freundin schrieb Austin Lucas weiter Lieder, spielte sanft und leise auf der Gitarre, während sie im Nachbarzimmer schlief. Viele Lieder auf Immortal Americans sind von dieser Erfahrung beeinflusst worden, „The Shadow and Marie“ spricht das Thema direkt an und handelt vom Lebenswillen und der nicht abreißenden Schönheit seiner Partnerin. „Die ersten Zeilen des Liedes sind zugegebener Maßen sehr düster,“ gibt Lucas zu, „doch nichtsdestotrotz sind wir am Leben und es gibt so viele Dinge, für die wir dankbar sein können. So lange wir leben wird es immer Schönheit und Freude geben. Ich habe dieses Lied geschrieben um meine Geliebte daran zu erinnern, dass trotz aller Qualen, die sie erleiden musste, trotz der vielen Veränderungen, die ihr Körper durchlaufen hat, sie immer noch die schönste Frau der Welt für mich ist. Das Lied mag düster beginnen, doch führt es einen im Verlauf an einen wundervollen Ort voller Licht und Glück. Es weist in Richtung der besseren Zeiten, in vielerlei Hinsicht kann man sagen, dass das gesamte Album ein Wegweiser in rosigere Zeiten sein soll.“ Als Lucas das Album mit Steve Albini in dessen Studio in Chicago aufnahm, wurde nicht tief in die Trickkiste gegriffen, die unplugged Ursprünge der Lieder wurden noch hier und da ergänzt, viel mehr hat es nicht gebraucht. Lucas verzichtet auf die E-Gitarren und die dichten Schalllandschaften, die seine Vorgänger-Alben durchziehen. Stattdessen wurde ein Gang zurück geschalten, der Fokus liegt aus akustischen Instrumenten und einer zurückhaltenden Rhythmusgruppe, zusammengehalten von lyrischer Finesse, welche den langen, steinigen Weg zwischen Lucas bewegter Vergangenheit und seinem geerdeten jetzigen Zustand beschreibt. Seine Band, zu deren Mitgliedern unter anderen sein Vater gehört, welcher extra nach Chicago kam und Banjo für seinen Sohn einzuspielen, scharte sich in einem kleinen Raum im Electric Audio Studio zusammen und alle spielten gleichzeitig ein, das Resultat ist ein komplett analoges Album, das vor kruder Energie sprüht und einfach nur real ist. „Ich wollte, dass es sich so anhört als würden gewöhnliche Musiker ihre Instrumente spielen,“ sagt Lucas, „ich wusste diesen Liedern würde es am besten tun, wenn sie so organisch wie möglich klingen. Ich habe live eingesungen und gleichzeitig Gitarre gespielt wir waren ruck-zuck fertig mit der Produktion. Das Album lebt vom Moment.“ Immortal Americans ist das Album mit dem Austin Lucas nach Hause zurückgekehrt ist, erschaffen in einem emotionalen Wirbelsturm. Der traditionelle Gothic-Heartland Sound trifft auf autobiographische Texte, Austin Lucas lässt emotional die Hosen runter, unplugged in regelrechten Hymnen, die keinerlei Elektrizität benötigen um einen das nötige Kitzeln verspüren zu lassen. „Ich habe die Veränderungen in Bloomington mit den Veränderungen in meinem eigenen Leben verglichen, nicht alles ist immer Friede, Freude Eierkuchen, aber wir sind auf einem guten Weg. Man kann das Licht am Ende des Tunnels erkennen und ich glaube wirklich an zweite und sogar dritte Chancen, denn ich weiß genau wie viele Chancen ich in meinem Leben schon bekommen habe. Man darf niemals aufhören zu kämpfen, denn das macht das Leben erst lebenswert.“ Oder mit anderen Worten, dieser Kampf macht dich unsterblich.
    Format
    LP
    Release-Datum
    23.11.2018
    EAN
    EAN 4260016925575
    Format
    CD
    Release-Datum
    23.11.2018
    EAN
    EAN 4260016925568
     

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